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Keine Zubringerbahn Neustift – Schlick!


Ein Liftprojekt droht wertvolle Naturräume und Kulturlandschaften im Stubaital zu zerstören. Trotz zahlreicher Negativmerkmale, misslungener Abstimmungen und gewichtiger Gegenargumente wollen einzelne Touristiker an diesem aus der Zeit gefallenen Vorhaben festhalten.

Unsere Ziele:

  • Die Goldsutten, das Gebiet der Kaserstattalm und die Kalkkögel vor einer Verbauung durch Lifte und Pisten schützen.
  • Die für das Neustifter Ortsbild charakteristischen „Möser“ erhalten.
  • Ein Umdenken bei den Entscheidungsträgern in Richtung naturverträgliche und zukunftstaugliche Tourismusstrategien erwirken.

Wer wir sind:

Naturverbundene Menschen, denen das Stubaital am Herzen liegt.


Aktuelles

20.04.2021: „In Österreich verfolgen Touristiker Grossprojekte, die in der Schweiz so nicht mehr möglich sind. Doch die Bevölkerung will eine andere Art von Tourismus“, so das Fazit eines aktuellen Berichts der Neuen Zürcher Zeitung. Gemeint ist dabei auch das Liftprojekt Neustift-Schlick.

06.04.2021: Josef Essl hat in der Zeitschrift „Innsbruck Alpin(S. 14-18) einen sehr guten Beitrag verfasst. Anhand zweier Beispiele, darunter auch das Liftprojekt Neustift-Schlick, geht er der Frage nach, wohin die touristische Reise in Tirol geht.

02.04.2021: Das Liftprojekt war wieder Thema in mehreren Berichterstattungen – auch österreichweit. Eine spannende Entwicklung gibt es rund um die Gemeinderatsabstimmung vom 24. Februar. Gegen mehrere Gemeinderäte wurde eine Aufsichtsbeschwerde eingebracht, weil ihre volle Unbefangenheit angezweifelt wird. Die Gemeindeaufsicht prüft nun diese Fälle. Sollte die Befangenheit auch in nur einem Fall bestätigt werden, hätte das Auswirkungen auf die bereits erfolgte Abstimmung, weil bekanntlich eine einzige Stimme ausschlaggebend war.

22.03.2021: Zahlreiche Gäste des Stubaitals lehnen die Skigebietserweiterung Neustift-Schlick ab. Besonders lesenswert ist der Kommentar eines besorgten deutschen Gastes , der seit Jahrzehnten mehrmals pro Jahr ins Stubai kommt und sich hier daheim fühlt – zu finden in unserer Rubrik „Stimmen“ (ganz nach unten scrollen).

16.03.2021: Wir sind eine bunt gemischte Bürgerinitiative, die sich zu parteipolitischer Neutralität bekennt. Dennoch freut es uns, wenn wir von politischer Seite Unterstützung erhalten. Deshalb möchten wir all jene Neustifter Gemeinderäte positiv hervorheben, die mit ihrer Abstimmung Weitblick bewiesen haben:
Andreas Gleirscher, Anita Siller, Georg Gleirscher und Karl Pfurtscheller (Gemeinschaftsliste Neustift) – eine lesenswerte Begründung für ihr Abstimmungsverhalten gibt es auf ihrer Website.
Friedrich Siller (Zukunft Neustift) – auf der Website gibt es eine Zusammenfassung und gute Begründung seines Abstimmungsverhaltens.
Norbert Gleirscher (GWZ – Gemeinsame Wirtschafts- und Zukunftsliste Neustift)
Patrick Berger (freier Mandatar)

Die Tiroler Grünen verleihen einmal pro Jahr die Brechstange, den Preis für das rücksichtsloseste Tourismusprojekt des Jahres. Dieses Jahr geht der unrühmliche Preis an die Verantwortlichen für das Projekt Zubringerbahn Neustift-Schlick. Gebi Mair erklärt in einem Video, warum.

05.03.2021: Wir haben unsere Rubrik „Bilder“ aktualisiert.

02.03.2021: Die Tiroler Tageszeitung berichtet. In den Foren der Zeitungen und in den Sozialen Medien äußern sich viele Menschen zu diesem Thema. Zwei Dinge, die dabei auffallen: 1) Es gibt so gut wie keine Projektbefürworter. 2) Auch zahlreiche langjährige Gäste des Stubaitals haben sich zu Wort gemeldet. Sie haben kein Verständnis für diese sinnlose Naturzerstörung.
Wir ersuchen die Projektwerber, endlich diese Stimmung ernst zu nehmen und die Pläne für die „Verbindungsbahn“ Neustift-Schlick, die in Wirklichkeit eine „Trennungsbahn“ ist, zurückzuziehen.

28.02.2021: Dieses Foto hat uns ein Paragleiter zugesendet. Das ist der Bereich unterhalb des Sennjochs, ca. in Bildmitte sollte der geplante Ziehweg verlaufen. Die Gleitschneelawinenproblematik, von der Robert Span in unserem Video spricht, ist darauf besonders eindrücklich sichtbar. Diese Lawinenart kann nicht künstlich ausgelöst (sprich gesprengt) werden. Wie sollte diese Gefahr entschärft werden? Mit hässlichen Verbauungen entlang der ganzen Trasse?

27.02.2021: Wir möchten wieder einmal auf unsere Rubrik Stimmen verweisen. Sie wächst mit jedem Tag. Die neuesten Kommentare findet ihr immer ganz unten 🙂

26.02.2021: Der Standard berichtet über das umstrittene Liftprojekt.

25.02.2021: Der Gemeinderat hat gestern mit knapper Mehrheit der für das Projekt notwendigen Überspannung von Gemeindegutsagrargründen zugestimmt (Bezirksblätter-Bericht). Dazu einige Gedanken von uns:

  • Das Ergebnis ist enttäuschend. Aber es war damit zu rechnen. Schon im Vorfeld hat sich abgezeichnet, dass sich Daniel Illmer nicht mehr an die Position halten wird, die er im Zuge des Wahlkampfs eingenommen hat. Für uns unverständlich, weil sich an seinen damaligen Gegenargumenten genau nichts geändert hat. Wir kritisieren an dieser Stelle aber nicht nur Daniel Illmer, sondern generell das Abstimmungsverhalten der Befürworter, die hier offensichtlich die Stimmung in der Bevölkerung und dabei speziell der Jungen ignorieren.
  • Wir betonen immer wieder: auch wir sind für eine sinnvolle touristische Weiterentwicklung im Stubaital. Mit dieser Abstimmung wurde jetzt allerdings der touristische Stillstand beschlossen. Die für andere, bessere Ideen benötigten Geldmittel stehen nicht mehr zur Verfügung, weil sie für dieses Projekt, das wohl nie umsetzbar sein wird, reserviert sind.
  • Die Debatte über diese Schigebietserweiterung ist eine Negativwerbung für das Stubaital. Viele Regionen verschreiben sich nachhaltigen und naturverträglichen Tourismuskonzepten und im Stubai wird auf eine Lift-Neuerschließung gesetzt, die völlig aus der Zeit gefallen ist.
  • Die Kosten sind ein großes Fragezeichen. Aus den anfänglich veröffentlichten 19 Millionen sind inzwischen schon 24,5 Millionen Euro geworden. Es gibt aber Einschätzungen von Experten, die sagen, dass der Bau realistischerweise über 30 Millionen Euro kosten wird. Kommt hier ein neuer Patscherkofel auf uns zu?
  • Das Projekt hat viele (unüberwindbare) Hürden vor sich:
    • Fehlende Zustimmung der Grundeigentümer
    • Keine Baustellen-Zufahrtsmöglichkeit auf der Berg-Südseite
    • Zahlreiche Ausschlusskriterien nach dem Tiroler Seilbahn- und Schigebietsprogramm (u.a. mehrere nachgewiesene Auerhuhn-Habitate; keine qualitativ hochwertigen Schipisten – an dieser Stelle verweisen wir noch einmal auf unser Video)
    • Die notwendigen Lawinensicherungsmaßnahmen müssten entweder direkt im oder im unmittelbaren Nahbereich des Ruhegebiets Kalkkögel erfolgen.
    • Vorkommen des streng geschützten Braunkehlchens im Bereich der Neustifter Möser (ornithologisches Gutachten liegt vor)
    • Nach dem Bodenschutzprotokoll der Alpenkonvention ist der Bau und die Planierung von Schipisten in „labilen Gebieten“ nicht erlaubt.
    • Wir erinnern daran, dass ein ähnliches Projekt im Bereich der Goldsutten schon einmal aufgrund vernichtender Gutachten abgelehnt wurde. Darin hieß es, dass „eine Erschließung […] äußerst gravierende und irreversible Schäden am Naturhaushalt und am Landschaftsbild bedeuten würde und deshalb strikt abzulehnen ist“ und „aufgrund der extremen Steilheit, der ständigen Rutschungen und der häufigen Lawinengefahr die gewaltigen Eingriffe in den Naturraum in keinem Verhältnis zum Nutzen stehen würde[n]“. (Quelle)
    • Die zahlreichen Rückmeldungen aus der Bevölkerung machen uns sicher, dass der Großteil im Stubaital dieses Vorhaben ablehnt.

Bei anderen Projekten, die sich in die Länge ziehen, heißt es häufig: „Hätten wir das doch schon im Vorfeld gewusst, dann hätten wir uns viel Geld und Mühen erspart.“ Bei diesem Projekt sind unzählige Schwachstellen bekannt! Dennoch wollen die Projektwerber hier mit dem Kopf durch die Wand.

23.02.2021: Die Bezirksblätter berichten über die bevorstehende Weichenstellung im Neustifter Gemeinderat.

22.02.2021: Folgendes Mail ergeht an alle Gemeinderätinnen und Gemeinderäte von Neustift:

Sehr geehrte Damen und Herren des Gemeinderates Neustift,

zwei Bemerkungen zur GR-Sitzung am 24.2.2021:

1. Corona
Wenn auch von der Gemeinde Neustift, im Besonderen den dafür verantwortlichen Mitarbeitern, alles unternommen wird, dass die Sitzung gemäß den Corona-Bestimmungen abgewickelt werden kann, fehlt uns für die Abhaltung einer Sitzung in dieser Größenordnung zur jetzigen Zeit das Verständnis, zumal aus dem Publikum ohnehin keine Wortmeldungen erlaubt sind. 

2. Sitzungsablauf
Im Gespräch mit Bürgermeister Hr. Peter Schönherr am Mittwoch, 17.02.2021, wurden uns zwei Plätze am Podium und die Möglichkeit einer kurzen Power Point Präsentation zugesichert. Im Folgegespräch am Freitag, 19.02.2021, war davon keine Rede mehr. Die zwei Podiumsplätze reduzieren sich auf einen und eine Präsentation unserer Standpunkte darf nicht erfolgen, erlaubt sind nur drei „Standbilder“. Eine faire Diskussionsveranstaltung, bei der beide Seiten die gleichen Möglichkeiten haben, sieht anders aus.

Diesen Umständen zum Trotz, werden wir dennoch an der Veranstaltung teilnehmen. Wir wollen keine Chance ungenutzt lassen, unser Anliegen vorzubringen. Bitte schaut euch das Informationsschreiben und unser Video an.

Mit freundlichen Grüßen

Für die Bürgerinitiative
Michael Stern, Robert Span und Karl-Heinz Töchterle

21.02.2021: Auch deutsche Medien haben über die geplante Schigebietserweiterung im Stubai berichtet – u.a. die Süddeutsche Zeitung.

20.02.2021: Trotz negativer Abstimmung im Juni 2018, erfolgt am Mittwoch, 24. Februar 2021, mitten in der Corona-Krise, ein neuer Anlauf – die Tiroler Tageszeitung berichtet. Zu Wort kommt auch der Fulpmer Hotelier, Schischulbesitzer und Bergführer Kurt Hupfauf, der dem Projekt Zubringerbahn Neustift-Schlick ebenfalls eine klare Absage erteilt.

18.02.2021: Die Projektwerber haben inzwischen eine professionelle Medienagentur für die Vermarktung ihres Anliegens beauftragt. Die Struktur der Website kommt uns irgendwie bekannt vor 😉

15.2.2021: POW (Protect Our Winters Austria), ein Verein für Klimabildung und nachhaltigen Tourismus, nimmt zum Projekt Zubringerbahn Neustift-Schlick Stellung. Ihr Fazit: „Dieses Projekt ist definitiv nicht mit den Zielen des naturverträglichen und zukunftsorientierten Tourismus kompatibel.“

11.2.2021: Wir bekommen nach wie vor sehr viele Rückmeldungen von Unterstützerinnen und Unterstützern. Auch in unserer Rubrik „Stimmen“ sind wieder neue, engagierte Menschen dazu gekommen. Ein Blick auf die vielen Statements lohnt sich! (Für die neuesten Kommentare ganz nach unten scrollen)

10.2.2021: Der ORF Tirol berichtet online und im Radio über die „umstrittene Skigebietserweiterung im Stubaital.“

9.2.2021: Der Österreichische Alpenverein wendet sich mit einer Presseaussendung an die Öffentlichkeit. Er lehnt die geplante Schigebietserweiterung im Stubaital ab und fordert ein Umdenken im Wintertourismus. Auf das dazugehörige Facebook-Posting reagieren hunderte Menschen. In den Kommentaren zeigt sich: es gibt kein Verständnis für derartige Projekte. Die Bezirksblätter berichten.

8.2.2021: Bei uns geht zurzeit die Post ab. Wir erhalten enorm viel Zuspruch – aus dem Stubaital, aber auch darüber hinaus. So zum Beispiel von Sebastian Pex, einem deutschen Gast, der seit 35 Jahren ins Stubaital kommt: „Ich schließe mich der ablehnenden Haltung vollumfänglich an! Die Menschen kommen zu euch, um von ihrem Alltag abzuschalten, eine schöne Zeit zu verbringen und die Natur durch diverse Aktivitäten zu erleben (egal ob zu Fuß, dem Mountainbike, am Fels oder auf Ski, etc.). Die Betonung liegt hier auf NATUR! Ein „Zubauen“ des Tals ist an der Stelle meiner Meinung nach nicht der richtige Weg. Nehmt euch und dem Tal nicht das, was euch ausmacht!

7.2.2021: Die Berg- und Schiführer von Stubai – ALPIN äußern sich öffentlich zu diesem Thema. Auch sie setzen sich geschlossen für den Schutz der Goldsutten ein.  

6.2.2021: Wir präsentieren unsere Position in der Tiroler Tageszeitung

5.2.2021: Wir präsentieren unsere Position in den Bezirksblättern

5.2.2021: Die Projektwerber präsentieren ihre Pläne in den BezirksblätternSie behaupten, beim Projekt würden sich „ökologische und ökonomische Synergien“ ergeben. Auch wenn man sich sehr bemüht, diese findet man beim besten Willen nicht. Vielmehr wäre es nur eine sinnlose Naturzerstörung. 

4.2.2021: Die Projektwerber präsentieren ihre Pläne in der Tiroler Tageszeitung. Darin rühmen sie sich u.a. damit, das Gespräch mit den „Projektgegnern“ gesucht zu haben und versuchen den Eindruck zu vermitteln, dadurch alle Bedenken beseitigt zu haben. Fakt ist das Gegenteil. Die Gesprächseinladung erfolgte von unserer Seite und die zahlreichen Gegenargumente sind in Zeiten allgemeiner wirtschaftlicher Sorge schlagkräftiger denn je!